Peiremuzee

De Judestraat 64
,
8300 Knokke-Heist
059 50 81 18
info [at] muzee.be

Luc Peire war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine führende Figur der geometrischen Malerei in unserem Land. Mu.Zee übernimmt sein Erbe und feiert dies mit einer kleinen Ausstellung im Ateliermuseum von Peire in Knokke. Es ist ein einfaches Namensschild an einem Reihenhaus in der De Judestraat in Knokke-Heist: Stiftung Luc und Jenny Peire. Es ist nicht sofort ersichtlich, dass sich hinter der modernistischen Fassade ein wunderschönes Künstlerhaus verbirgt. Luc Peire (1916-1994) lebte und arbeitete hier jahrelang. Noch zu Lebzeiten gründete er mit seiner Ehefrau die Stiftung Luc und Jenny Peire mit dem Ziel, sein Werk zusammenzuhalten und nach seinem Tod zu fördern. Mu.Zee aus Ostende übernimmt nun die Stiftung und erhält somit einen dritten Museumsstandort an der Küste.

Auch das Constant Permeke Museum in Jabbeke gehört zu Mu.Zee. Die Übernahme wird mit der kleinen Ausstellung „Attitude“ gefeiert. Kurator Joost Declercq konfrontiert Peires Werk mit Arbeiten anderer modernistischer Maler aus der Sammlung von Mu.Zee, darunter Félix Labisse, Evelyne Axell und Valérie Mannaerts. Der rote Faden durch Peires Werk ist die Vertikalität. Das eindrucksvollste Beispiel findet sich im speziell gebauten Gartenraum, der die Spiegelinstallation „Environnement I“ beherbergt. Sie können den Gartenraum betreten, aber seien Sie gewarnt: Durch den Spiegeleffekt entsteht der Eindruck, in einen gläsernen Schacht von unergründlicher Tiefe zu gehen. Nicht geeignet für Herzkranke. In einem kurzen Text neben der Installation skizziert Peire seine Philosophie: „Meine Untersuchungen betreffen den Raum – das Grenzenlose, das Durchbrechen der Maße des Gemäldes im Vertikalen, das Erreichen des unendlich Vertikalen des grenzenlosen Raums.“ Übersetzt in seine Gemälde sind das dicke und dünne Linien in verschiedenen Farben von unten nach oben. Ein Besuch im Peire-Museum hat etwas Intimes. Im Garten steht der Bungalow, in dem das Ehepaar lebte. Das Bett ist noch gemacht, der Duschvorhang scheint eine Wäsche zu brauchen. Das Haus an der Straße wurde in den 1980er Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der vom Architekturbüro De Bruycker-De Brock entworfen wurde. Das Gebäude besteht aus zwei Ausstellungsräumen und einem begehbaren Tresor mit der Sammlung von Luc Peire. 163 Gemälde sind in Schieberegalen untergebracht. Bei einer Führung können Sie den Tresor besichtigen. Das lohnt sich, da die Entwicklung in Peires Werk sichtbar wird. Peire begann sehr figürlich und expressionistisch, im Gefolge von Constant Permeke, und entwickelte sich dann allmählich zur geometrischen Abstraktion.

Öffnungszeiten Peiremuzee 2024

11:00 – 17:00 Uhr

Juli – Dezember: Freitag bis Montag

August und Schulferien: jeden Tag

Ticketpreise:

€12 und €10 – Kinder unter 12 Jahren: frei – zwischen 13 und 16: €3

Der Museumspass wird derzeit nicht akzeptiert.

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